Förderung · Kanton Appenzell Ausserrhoden
Wärmepumpen-Förderung im Kanton Appenzell Ausserrhoden
Die Sätze aus amtlicher Quelle, mit Stand-Datum und Beispielrechnungen. Zwei Dinge vorweg: Gesuch vor Baubeginn, Ausführung nach WPSM.
Die Fördersätze
| Massnahme (Ersatz Öl/Gas/Elektro) | Beitrag |
|---|---|
| Luft-Wasser-Wärmepumpe | CHF 4'850 (bis 12.5 kWth); darüber CHF 4'100 + CHF 60 je kWth[1] |
| Erdsonden-Wärmepumpe | CHF 10'000 (bis 12.5 kWth); darüber CHF 7'750 + CHF 180 je kWth[1] |
Stand: Stand 01/2026, amtliche Quelle im Quellen-Block. Sätze können ändern; massgebend ist immer das aktuelle kantonale Programmdokument.
Beispielrechnungen
| Anlage | Förderbeitrag |
|---|---|
| Luft-Wasser, 10 kW (typisches EFH) | CHF 4'850 |
| Luft-Wasser, 20 kW | CHF 5'300 |
| Erdsonde, 12 kW | CHF 10'000 |
Bedingungen und Hinweise
- Beitragssatz maximal 50 Prozent der massnahmenbedingten Gesamtinvestitionen[1]
- Maximaler Förderbeitrag CHF 100'000 pro Vorhaben und Massnahme[1]
- Die Stufengrenze 12.5 kWth entspricht im Programm rund 250 m2 Energiebezugsfläche[1]
- Beiträge Dritter kürzen den kantonalen Beitrag; Gemeindebeiträge sind davon ausgenommen[1]
- Die Erdwärmesondenkarte entscheidet: gelb zulässig mit Bewilligung, braun nur nach Vorabklärung beim Amt für Umwelt, rot nicht zulässig[2]
- Die Erdwärmesonde muss durch eine Bohrfirma mit Gütesiegel abgeteuft werden; für die Bohrbewilligung wird eine Kaution von CHF 1'000 erhoben[2]
- Das Fördergesuch gehört in jedem Fall vor den Baubeginn.[3]
- Ausführung nach Wärmepumpen-System-Modul (WPSM): in allen 26 Kantonen Förderbedingung.[4]
Gemeinde- und Energieversorger-Zuschüsse kommen teils dazu: prüfen Sie den Standort per Postleitzahl auf Energiefranken.[5]
Häufige Fragen zur Förderung im Kanton Appenzell Ausserrhoden
Wie viel Fördergeld zahlt der Kanton Appenzell Ausserrhoden für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe?
CHF 4'850 (bis 12.5 kWth); darüber CHF 4'100 + CHF 60 je kWth beim Ersatz einer Öl-, Gas- oder Elektroheizung. Beispiel: eine 10-kW-Anlage erhält CHF 4'850, eine 20-kW-Anlage CHF 5'300.
Und für eine Erdsonden-Wärmepumpe im Kanton Appenzell Ausserrhoden?
CHF 10'000 (bis 12.5 kWth); darüber CHF 7'750 + CHF 180 je kWth beim Ersatz einer Öl-, Gas- oder Elektroheizung. Beispiel: eine 12-kW-Anlage erhält CHF 10'000. Zusammen mit den tieferen Betriebskosten relativiert das den höheren Bohrpreis spürbar.
Wann und wo reiche ich das Gesuch ein?
Vor dem Baubeginn, ohne Ausnahme, über das Gesuchsportal des Gebäudeprogramms. Wer zuerst baut und dann beantragt, verliert den Anspruch. Gesuche gehen vor Bau- bzw. Installationsbeginn an den Verein Energie AR/AI; die Beitragszusicherung verfällt nach 24 Monaten. Ihr Fachbetrieb sollte den Zeitplan der Offerte darauf ausrichten.
Welche Bedingungen muss die Anlage erfüllen?
Die Ausführung nach Wärmepumpen-System-Modul (WPSM) ist als Förderbedingung gesetzt, wie in allen 26 Kantonen. Beitragssatz maximal 50 Prozent der massnahmenbedingten Gesamtinvestitionen. Maximaler Förderbeitrag CHF 100'000 pro Vorhaben und Massnahme. Verlangen Sie die WPSM-zertifizierte Ausführung explizit in jeder Offerte.
Quellen
- Appenzell Ausserrhoden zahlt beim Ersatz einer Heizöl-, Erdgas- oder Elektroheizung für die Luft/Wasser-Wärmepumpe bis 12.5 kWth einen Pauschalbeitrag von CHF 4'850, von über 12.5 kWth bis 70 kWth CHF 4'100 plus CHF 60 je kWth und über 70 kWth CHF 3'200 plus CHF 120 je kWth; für die Sole/Wasser-Wärmepumpe mit Erdwärmesonden bis 12.5 kWth CHF 10'000, von über 12.5 kWth bis 70 kWth CHF 7'750 plus CHF 180 je kWth und über 70 kWth CHF 4'800 plus CHF 360 je kWth. Der Beitragssatz darf maximal 50 Prozent der massnahmenbedingten Gesamtinvestitionen betragen, der maximale Förderbeitrag pro Vorhaben und Massnahme beträgt CHF 100'000. Gesuche sind vor Bau- bzw. Installationsbeginn an den Verein Energie AR/AI einzureichen, die Beitragszusicherung verfällt nach 24 Monaten. Stand 01/2026. Quelle: Kanton Appenzell Ausserrhoden, Amt für Umwelt, Förderprogramm Energie 2021 Plus (Flyer Stand 01/2026). https://ar.ch/verwaltung/departement-bau-und-volkswirtschaft/amt-fuer-umwelt/energie/foerderung/kantonale-foerderung/ (abgerufen 2026-08-12)
- Erdwärmesonden benötigen in Appenzell Ausserrhoden eine gewässerschutzrechtliche Bewilligung. Die Erdwärmesondenkarte unterscheidet drei Bereiche: gelb ohne Vorabklärung zulässig mit Bewilligung, braun mit notwendiger Vorabklärung, rot nicht zulässig. Bohrungen jeglicher Art, insbesondere das Abteufen von Erdwärmesonden, bedürfen einer Bewilligung der kantonalen Behörde; für die Bohrbewilligung wird eine Kaution von CHF 1'000 beim Gesuchsteller erhoben. Quelle: Kanton Appenzell Ausserrhoden, Amt für Umwelt, Wärmepumpen und Erläuterungen zur Erdwärmesondenkarte. https://ar.ch/verwaltung/departement-bau-und-volkswirtschaft/amt-fuer-umwelt/energie/bauten-und-anlagen/waermepumpen/ (abgerufen 2026-08-12)
- Das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen (gestützt auf Art. 34 CO2-Gesetz) fördert den Heizungsersatz; die Fördermassnahmen und Beiträge variieren je nach Kanton, und das Gesuch gehört in jedem Fall vor den Baubeginn eingereicht. Bisher wurden über 4.1 Milliarden Franken ausbezahlt. Quelle: Das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen. https://www.dasgebaeudeprogramm.ch/de/ (abgerufen 2026-08-10)
- Alle 26 Kantone haben das Wärmepumpen-System-Modul (WPSM) als Bedingung für die Förderung des Ersatzes von fossilen und/oder elektrischen Heizungen durch Wärmepumpen festgelegt. Nach der Installation prüft eine neutrale Stelle die Anlage und stellt das Anlagezertifikat aus (CHF 350 zzgl. MwSt.); im 2. oder 3. Betriebsjahr folgt eine Nachkontrolle. In Kantonen ohne direkte Ersatz-Förderung können über myclimate typischerweise CHF 2'000 bis 10'000 beantragt werden. Quelle: Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz FWS, Wärmepumpen-System-Modul. https://www.fws.ch/waermepumpen-system-modul/ (abgerufen 2026-08-10)
- Energiefranken ist die Plattform von EnergieSchweiz für Fördergelder im Energiebereich: mit der Postleitzahl des Gebäudestandorts erhalten Sie die Übersicht aller dort verfügbaren Förderprogramme von Bund, Kanton, Gemeinde und weiteren Anbietern. Quelle: Energiefranken (EnergieSchweiz). https://www.energiefranken.ch (abgerufen 2026-08-10)