Förderung · Alle Kantone
Wärmepumpen-Förderung nach Kanton
Drei Regeln gelten in der ganzen Schweiz, die Sätze legt Ihr Kanton fest. Hier stehen nur amtlich belegte Zahlen: Kantone ohne verifizierte Detailseite prüfen Sie in einer Minute per Postleitzahl.
Die drei Regeln, die Ihr Projekt bestimmen
- Das Fördergesuch gehört vor den Baubeginn. Das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen formuliert es wörtlich: einreichen, sobald das Konzept steht, auf jeden Fall vor Baubeginn.[1]
- Fast alle Kantone verlangen das WPSM. Die FWS nennt das Wärmepumpen-System-Modul in allen 26 Kantonen als Förderbedingung; die Obwaldner Förderdokumente 2026 führen es nicht. Die zertifizierte Ausführung gehört trotzdem in jede Offerte: sie ist der Qualitätsnachweis, nicht nur die Förderhürde.[2]
- Die Beiträge variieren je nach Kanton. Massgebend ist immer das kantonale Programm; die Übersicht für Ihren Standort liefert Energiefranken per Postleitzahl.[3]
Verifizierte Kantonsseiten
| Kanton | Luft-Wasser-WP | Erdsonden-WP | Detailseite |
|---|---|---|---|
| Zürich | CHF 2'900 (bis 15 kW), + CHF 160/kW darüber | bis 15 kWth CHF 6'800 pauschal, darüber CHF 6'800 + CHF 420 je zusätzlichem kWth | Förderung Zürich amtliche Quelle, 2026-08-10 |
| Aargau | CHF 3'000 + CHF 60 pro kWth (bis 70 kW) | CHF 6'000 + CHF 180 pro kWth (bis 70 kW) | Förderung Aargau amtliche Quelle, 2026-08-10 |
| Appenzell Innerrhoden | CHF 1'600 + CHF 60 je kWth (bis 70 kW) | CHF 2'400 + CHF 180 je kWth (bis 70 kW) | Förderung Appenzell Innerrhoden amtliche Quelle, Stand Dezember 2025 (revidiert 15.12.2025) |
| Appenzell Ausserrhoden | CHF 4'850 (bis 12.5 kWth); darüber CHF 4'100 + CHF 60 je kWth | CHF 10'000 (bis 12.5 kWth); darüber CHF 7'750 + CHF 180 je kWth | Förderung Appenzell Ausserrhoden amtliche Quelle, Stand 01/2026 |
| Bern | CHF 6'000 (bis 15 kW); darüber CHF 4'500 + CHF 100/kW | CHF 10'000 (bis 15 kW); darüber CHF 4'800 + CHF 360/kW | Förderung Bern amtliche Quelle, März 2026 (Leitfaden) |
| Basel-Landschaft | CHF 5'000 + CHF 200 je kWth | CHF 7'000 + CHF 360 je kWth | Förderung Basel-Landschaft amtliche Quelle, Abruf 12.08.2026 (das Programm nennt kein eigenes Stand-Datum) |
| Basel-Stadt | CHF 8'000 + CHF 250 je kWth (ausserhalb Fernwärmegebiet) | bis 10 kWth max. CHF 30'000, darüber CHF 25'500 + CHF 450 je kWth (ausserhalb Fernwärmegebiet) | Förderung Basel-Stadt amtliche Quelle, Broschüre Juni 2026 |
| Glarus | CHF 4'000 pauschal (bis 70 kW, ohne Zuschlag je kWth) | CHF 6'000 + CHF 250 je kWth (bis 70 kW) | Förderung Glarus amtliche Quelle, gültig ab 01.01.2026 (Version 3.2) |
| Graubünden | CHF 5'000 pauschal bis 250 m2 Energiebezugsfläche | CHF 17'500 pauschal bis 250 m2 Energiebezugsfläche | Förderung Graubünden amtliche Quelle, Version 1/26 (verabschiedet 9. Dezember 2025) |
| Luzern | CHF 4'000 (bis 15 kW); 15-70 kW: CHF 2'500 + CHF 100/kWth | CHF 8'500 (bis 15 kW); 15-70 kW: CHF 4'000 + CHF 300/kWth | Förderung Luzern amtliche Quelle, 2026-08-11 (Abruf) |
| Nidwalden | CHF 3'200 + CHF 120 je kW | CHF 4'800 + CHF 360 je kW | Förderung Nidwalden amtliche Quelle, Förderprogramm Energie 2026 |
| Obwalden | Keine Förderposition im Fördermodell 2026 | CHF 6'000 pauschal bis 20 kW | Förderung Obwalden amtliche Quelle, Programmjahr 2026 (Fördermodell vom 14. Januar 2026) |
| St. Gallen | CHF 2'800 (bis 20 kW); 20-70 kW: CHF 1'600 + CHF 60 je kWth | CHF 6'000 (bis 20 kW); 20-70 kW: CHF 2'400 + CHF 180 je kWth | Förderung St. Gallen amtliche Quelle, gültig ab 01.01.2025 |
| Schaffhausen | CHF 3'000 im Ein- und Zweifamilienhaus (bis 70 kWth); ab 20 kW zusätzlich CHF 200 je weiteres kWth | CHF 10'000 im Ein- und Zweifamilienhaus (bis 70 kWth); ab 20 kW zusätzlich CHF 300 je weiteres kWth | Förderung Schaffhausen amtliche Quelle, Stand 1. Januar 2026 |
| Solothurn | CHF 3'550 (bis 15 kWth); 15 bis 70 kWth: CHF 1'100 + CHF 150 je kWth | CHF 6'000 + CHF 450 je kWth (bis 70 kWth) | Förderung Solothurn amtliche Quelle, Version 260101 (gültig ab 1. Januar 2026) |
| Schwyz | CHF 3'200 + CHF 120 je kWth | CHF 4'800 + CHF 360 je kWth (bis 500 kWth) | Förderung Schwyz amtliche Quelle, Stand 1. Januar 2026 |
| Thurgau | Eingestellt: bis und mit 70 kW keine kantonale Förderung mehr | CHF 9'000 pauschal bis 70 kWth; ab 20 kW zusätzlich CHF 300 je weiteres kWth (Ein- und Zweifamilienhaus) | Förderung Thurgau amtliche Quelle, Stand 1. Juli 2026 |
| Uri | Nur beim Ersatz einer Elektroheizung: CHF 3'000 pauschal, ab 20 kW zusätzlich CHF 60 je kW (bis 70 kW) | CHF 8'000 pauschal, ab 30 kW zusätzlich CHF 180 je kW (bis 70 kW) | Förderung Uri amtliche Quelle, Förderprogramm Energie Uri 2026 (6. November 2025) |
| Wallis | CHF 9'000 pauschal im Einfamilienhaus (bis 70 kW) | CHF 13'000 pauschal im Einfamilienhaus (bis 70 kW) | Förderung Wallis amtliche Quelle, PrgEN-VS 2025, die neueste vom Kanton publizierte Richtlinie (Stand 12. August 2026) |
| Zug | CHF 8'500 pauschal (bis 30 kWth); darüber CHF 4'000 + CHF 150 je kWth | CHF 20'000 + CHF 400 je kWth (bis 500 kWth) | Förderung Zug amtliche Quelle, Version 1.2 vom 28. April 2026 |
Weitere Kantone erhalten ihre Detailseite, sobald die Sätze aus amtlicher Quelle verifiziert sind. Bis dahin gilt für Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Tessin, Waadt: Sätze per Energiefranken mit Ihrer Postleitzahl prüfen.[3]
Suisse romande: Französischsprachige Hausbesitzer können vergleichbare Offerten direkt auf Französisch anfordern, unter Demander des offres. Für den Kanton Waadt stehen die Fördersätze 2026 auf Französisch unter Subventions Vaud.
Häufige Fragen zur Förderung
Wann muss ich das Fördergesuch einreichen?
Vor dem Baubeginn, ohne Ausnahme: Das Gebäudeprogramm formuliert es wörtlich mit 'auf jeden Fall vor Baubeginn'. Wer zuerst baut und dann beantragt, verliert den Anspruch. Planen Sie das Gesuch deshalb in den Offertenvergleich ein, nicht hinterher.
Was ist das WPSM und warum betrifft es mein Fördergeld?
Das Wärmepumpen-System-Modul ist ein Qualitätsnachweis der FWS: eine neutrale Stelle prüft die Anlage und stellt das Anlagezertifikat aus. Fast alle Kantone haben das WPSM als Bedingung für die Förderung festgelegt; Obwalden führt es 2026 nicht als Bedingung. Verlangen Sie die WPSM-zertifizierte Ausführung deshalb explizit in jeder Offerte.
Wie viel Fördergeld gibt es konkret?
Das legt Ihr Kanton fest. Zürich zahlt zum Beispiel pauschal 2'900 Franken für Luft-Wasser (bis 15 kW) und 6'800 für Erdsonden, der Aargau 3'000 plus 60 Franken pro Kilowatt beziehungsweise 6'000 plus 180. Für Ihren Standort prüfen Sie die Sätze per Postleitzahl auf Energiefranken, der Förderplattform von EnergieSchweiz.
Mein Kanton fördert den Ersatz nicht direkt. Was dann?
Dann bleibt das WPSM-Zertifikat trotzdem wertvoll: in Kantonen ohne direkte Ersatz-Förderung können darüber typischerweise 2'000 bis 10'000 Franken bei myclimate beantragt werden. Zusätzlich lohnt der Blick auf Gemeinde- und Energieversorger-Programme per Energiefranken.
Quellen
- Das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen (gestützt auf Art. 34 CO2-Gesetz) fördert den Heizungsersatz; die Fördermassnahmen und Beiträge variieren je nach Kanton, und das Gesuch gehört in jedem Fall vor den Baubeginn eingereicht. Bisher wurden über 4.1 Milliarden Franken ausbezahlt. Quelle: Das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen. https://www.dasgebaeudeprogramm.ch/de/ (abgerufen 2026-08-10)
- Die FWS erklärt, alle 26 Kantone hätten das Wärmepumpen-System-Modul (WPSM) als Bedingung für die Förderung des Ersatzes von fossilen und/oder elektrischen Heizungen durch Wärmepumpen festgelegt. Kontrollbefund dieser Seite (Stand August 2026): die Obwaldner Förderdokumente 2026 führen das WPSM nicht als Bedingung; massgebend ist immer das jeweilige kantonale Programmdokument. Nach der Installation prüft eine neutrale Stelle die Anlage und stellt das Anlagezertifikat aus (CHF 350 zzgl. MwSt.); im 2. oder 3. Betriebsjahr folgt eine Nachkontrolle. In Kantonen ohne direkte Ersatz-Förderung können über myclimate typischerweise CHF 2'000 bis 10'000 beantragt werden. Quelle: Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz FWS, Wärmepumpen-System-Modul. https://www.fws.ch/waermepumpen-system-modul/ (abgerufen 2026-08-10)
- Energiefranken ist die Plattform von EnergieSchweiz für Fördergelder im Energiebereich: mit der Postleitzahl des Gebäudestandorts erhalten Sie die Übersicht aller dort verfügbaren Förderprogramme von Bund, Kanton, Gemeinde und weiteren Anbietern. Quelle: Energiefranken (EnergieSchweiz). https://www.energiefranken.ch (abgerufen 2026-08-10)