Förderung · Kanton Appenzell Innerrhoden
Wärmepumpen-Förderung im Kanton Appenzell Innerrhoden
Die Sätze aus amtlicher Quelle, mit Stand-Datum und Beispielrechnungen. Zwei Dinge vorweg: Gesuch vor Baubeginn, Ausführung nach WPSM.
Die Fördersätze
| Massnahme (Ersatz Öl/Gas/Elektro) | Beitrag |
|---|---|
| Luft-Wasser-Wärmepumpe | CHF 1'600 + CHF 60 je kWth (bis 70 kW)[1] |
| Erdsonden-Wärmepumpe | CHF 2'400 + CHF 180 je kWth (bis 70 kW)[1] |
Stand: Stand Dezember 2025 (revidiert 15.12.2025), amtliche Quelle im Quellen-Block. Sätze können ändern; massgebend ist immer das aktuelle kantonale Programmdokument.
Beispielrechnungen
| Anlage | Förderbeitrag |
|---|---|
| Luft-Wasser, 10 kW (typisches EFH) | CHF 2'200 |
| Luft-Wasser, 20 kW | CHF 2'800 |
| Erdsonde, 12 kW | CHF 4'560 |
Bedingungen und Hinweise
- Beitragssatz maximal 50 Prozent der massnahmenbedingten Gesamtinvestitionen[1]
- Bei Luft-Wasser-Anlagen ab 20 kWth legt der Kanton die Beitragssätze einzelfallweise nach Budgetmitteln fest, der Satz oben gilt dort nicht garantiert[1]
- Maximal gefördert werden 50 Watt thermische Nennleistung je m2 Energiebezugsfläche vor Sanierung[1]
- Gebäude gelten als bestehend, wenn sie mindestens 5 Jahre alt sind[1]
- Die Erdwärmesondenkarte im Geoportal entscheidet: gelb zulässig (über 150 m Gesamtsondenlänge mit hydrogeologischer Vorabklärung), braun bedingt zulässig, rot nicht zulässig[2]
- Die Bohrung muss zwingend durch eine Fachfirma mit Gütesiegel erfolgen[2]
- Das Fördergesuch gehört in jedem Fall vor den Baubeginn.[3]
- Ausführung nach Wärmepumpen-System-Modul (WPSM): in allen 26 Kantonen Förderbedingung.[4]
Gemeinde- und Energieversorger-Zuschüsse kommen teils dazu: prüfen Sie den Standort per Postleitzahl auf Energiefranken.[5]
Häufige Fragen zur Förderung im Kanton Appenzell Innerrhoden
Wie viel Fördergeld zahlt der Kanton Appenzell Innerrhoden für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe?
CHF 1'600 + CHF 60 je kWth (bis 70 kW) beim Ersatz einer Öl-, Gas- oder Elektroheizung. Beispiel: eine 10-kW-Anlage erhält CHF 2'200, eine 20-kW-Anlage CHF 2'800.
Und für eine Erdsonden-Wärmepumpe im Kanton Appenzell Innerrhoden?
CHF 2'400 + CHF 180 je kWth (bis 70 kW) beim Ersatz einer Öl-, Gas- oder Elektroheizung. Beispiel: eine 12-kW-Anlage erhält CHF 4'560. Zusammen mit den tieferen Betriebskosten relativiert das den höheren Bohrpreis spürbar.
Wann und wo reiche ich das Gesuch ein?
Vor dem Baubeginn, ohne Ausnahme, über das Gesuchsportal des Gebäudeprogramms. Wer zuerst baut und dann beantragt, verliert den Anspruch. Gesuche sind zwingend vor Baubeginn einzureichen; mit den Bau- oder Installationsarbeiten darf erst nach der Beitragszusicherung begonnen werden. Die Zusicherung verfällt nach 24 Monaten. Ihr Fachbetrieb sollte den Zeitplan der Offerte darauf ausrichten.
Welche Bedingungen muss die Anlage erfüllen?
Die Ausführung nach Wärmepumpen-System-Modul (WPSM) ist als Förderbedingung gesetzt, wie in allen 26 Kantonen. Beitragssatz maximal 50 Prozent der massnahmenbedingten Gesamtinvestitionen. Bei Luft-Wasser-Anlagen ab 20 kWth legt der Kanton die Beitragssätze einzelfallweise nach Budgetmitteln fest, der Satz oben gilt dort nicht garantiert. Verlangen Sie die WPSM-zertifizierte Ausführung explizit in jeder Offerte.
Quellen
- Kanton Appenzell Innerrhoden: Wer eine Heizöl-, Erdgas- oder Elektroheizung ersetzt, erhält für eine Luft/Wasser-Wärmepumpe bis 70 kW einen Grundbeitrag von CHF 1'600 plus CHF 60 je kWth und für eine Sole/Wasser-Wärmepumpe mit Erdwärmesonden bis 70 kW CHF 2'400 plus CHF 180 je kWth; über 70 kW sind es CHF 3'200 plus CHF 120 je kWth beziehungsweise CHF 4'800 plus CHF 360 je kWth, höchstens CHF 100'000 pro Vorhaben und Massnahme. Der Beitragssatz darf maximal 50 Prozent der massnahmenbedingten Gesamtinvestitionen betragen, die maximal geförderte thermische Nennleistung ist auf 50 Watt pro m2 Energiebezugsfläche vor Sanierung begrenzt. Bei Luft/Wasser-Anlagen ab 20 kWth werden die Beitragssätze aufgrund der vorhandenen Budgetmittel einzelfallweise festgelegt. Gesuche sind zwingend vor Baubeginn einzureichen, die Beitragszusicherung verfällt nach 24 Monaten. Stand: von der Standeskommission erlassen am 17. Dezember 2024, revidiert 15. Dezember 2025. Quelle: Kanton Appenzell Innerrhoden, Förderprogramm Energie (Standeskommission, revidiert 15. Dezember 2025). https://www.ai.ch/themen/planen-und-bauen/energie/foerderprogramme/gebaeudesanierung (abgerufen 2026-08-12)
- Erdwärmesonden sind in Appenzell Innerrhoden baubewilligungspflichtig; die Bewilligungspflicht schützt das Grundwasser. Die Erdwärmesondenkarte im Geoportal unterscheidet drei Bereiche: gelb zulässig, bei einer Gesamtsondenlänge über 150 m mit hydrogeologischer Vorabklärung; braun bedingt zulässig mit hydrogeologischer Vorabklärung; rot nicht zulässig. Sondenstandorte im Uferbereich sind grundsätzlich nicht bewilligungsfähig. Für den Förderbeitrag ist es zwingend, dass die Bohrung durch eine Fachfirma mit Gütesiegel erfolgt. Quelle: Kanton Appenzell Innerrhoden, Amt für Umwelt, Erdsonden-Wärmepumpen und Merkblatt Erdsonden (Januar 2026). https://www.ai.ch/themen/natur-und-umwelt/umweltschutz/waermeerzeugungsanlagen/waermepumpen/erdsondenbohrungen (abgerufen 2026-08-12)
- Das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen (gestützt auf Art. 34 CO2-Gesetz) fördert den Heizungsersatz; die Fördermassnahmen und Beiträge variieren je nach Kanton, und das Gesuch gehört in jedem Fall vor den Baubeginn eingereicht. Bisher wurden über 4.1 Milliarden Franken ausbezahlt. Quelle: Das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen. https://www.dasgebaeudeprogramm.ch/de/ (abgerufen 2026-08-10)
- Alle 26 Kantone haben das Wärmepumpen-System-Modul (WPSM) als Bedingung für die Förderung des Ersatzes von fossilen und/oder elektrischen Heizungen durch Wärmepumpen festgelegt. Nach der Installation prüft eine neutrale Stelle die Anlage und stellt das Anlagezertifikat aus (CHF 350 zzgl. MwSt.); im 2. oder 3. Betriebsjahr folgt eine Nachkontrolle. In Kantonen ohne direkte Ersatz-Förderung können über myclimate typischerweise CHF 2'000 bis 10'000 beantragt werden. Quelle: Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz FWS, Wärmepumpen-System-Modul. https://www.fws.ch/waermepumpen-system-modul/ (abgerufen 2026-08-10)
- Energiefranken ist die Plattform von EnergieSchweiz für Fördergelder im Energiebereich: mit der Postleitzahl des Gebäudestandorts erhalten Sie die Übersicht aller dort verfügbaren Förderprogramme von Bund, Kanton, Gemeinde und weiteren Anbietern. Quelle: Energiefranken (EnergieSchweiz). https://www.energiefranken.ch (abgerufen 2026-08-10)